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Evaluationsbericht im Schuljahr 2008/09Thema: Orientierungsphase Stand: März 2009
Evaluationsteam Evaluationsberater : Fr. Specht, Fr. Holz Steuerungsgruppe : Fr. Lange, Fr. König, Fr. Fußy, Hr. Borch, Fr. Hennig, Fr. Achilles
Ergebnisse der Schülerbefragung
80 % der Schüler empfanden die Orientierungsphase als eine Erleichterung hinsichtlich des Einstiegs in den Schulalltag. Annähernd 10 % äußerten sich tendenziell eher ablehnend. 64 % gaben an, Möglichkeiten zur Erleichterung des Lernens kennen gelernt zu haben. 23,5 % empfanden dies als nicht gegeben. 69 % arbeiteten mit ihren Mitschülern gern zusammen. 19,6 % drückten sich diesbezüglich eher ablehnend aus. Den gesamten Tag gemeinsam mit der Klasse zu verbringen, werteten 68% positiv. 21 % hingegen konnten sich dieser positiven Tendenz nicht anschließen. Insgesamt sind die ersten vier Fragen daher in ihrer Aussagekraft als positive Resonanz für die Beibehaltung einer Orientierungsphase zu werten. Im Gegensatz zu dieser befürwortenden Richtungsgebung empfanden hingegen nur 48 % der Schüler gut, den ganzen Tag mit ihren Klassenlehrern zu verbringen. 41 % beschieden dies negativ.
Ergebnisse der Elternbefragung
Vorab sei anzumerken, dass aufgrund des geringeren Rücklaufes der Fragebögen ein hoher Anteil der Wertung unter die Rubrik „keine Angaben“ zugeordnet wurde. Damit ist, verglichen zur Schülerbefragung, eine weitaus geringere Interpretationsgrundlage gegeben. Dennoch zeigen die Rückläufe wenigstens im Ansatz eine Interpretationsbasis. 56 % der Eltern schätzen ein, dass die Orientierungsphase ihrem Kind den Einstieg in den Schulalltag erleichtert hat. 8 % stimmen dem nicht oder nur teilweise zu. 48 % nehmen an, dass ihr Kind Möglichkeiten kennen gelernt hat, die der Erleichterung des Lernens dienen. 14,5 % sprechen sich dazu eher negativ aus. 53,5 % der Eltern geben an, ihr Kind habe gern mit den Mitschülern zusammen gearbeitet. 9,5 % sehen dies nicht so. Dass ihr Kind es als angenehm empfand, den ganzen Tag in der Klasse zu verbringen, sahen 50,5 % positiv bzw. 13,5 % als Nachteil. 46 % der Erziehungsberechtigten äußerten, dass ihr Kind es als gut empfand, den Tag mit den jeweiligen Klassenlehrern zu verbringen. 17 % sahen dies eher als Nachteil an.
Ergebnisse der Lehrerbefragung
Insgesamt ergab die Auswertung der Fragebögen eine breite positive Resonanz. Als Grundlage für die Erhebung konnten jedoch nur annähernd zwei Drittel als aussagekräftig herangezogen werden, da die restlichen Fragebögen nicht abgegeben wurden und damit unter den Bereich „keine Angaben“ fallen. 62 % der Lehrer sahen die Orientierungsphase als eine Erleichterung beim Einstieg in den Schulalltag an. Nur 6,5 % äußerten sich dazu negativ. 64,5 % nutzten die dabei Möglichkeit, mit den Schülern neue Lernmethoden für die weitere Unterrichtsarbeit zu erarbeiten. Lediglich 2 % zogen daraus keinen adäquaten Nutzen. 57,5 % der Lehrer konnten während dieser Einstiegszeit besser auf die Bedürfnisse ihrer Schüler eingehen.6,5 % äußerten, dass dies kaum zutrifft. 67 % empfanden es als durchaus positiv, den gesamten Tag mit ihrer Klasse zu verbringen. Lediglich 2 % bewerteten dies als kaum zutreffend. Die letzte Frage des Lehrerfragebogens weicht von der Erhebung bei Eltern und Schülern ab, da sie einen Bereich erfasst, der ausschließlich für die Lehrer relevant ist. 46,5 % nutzten die Einstiegsphase, um mit den jeweiligen Fachlehrern hinsichtlich der Klassenbesonderheiten Absprachen zu treffen. Für 22 % trifft dies kaum zu.
Schlussfolgerungen
Eine Orientierungsphase zum Schuljahresbeginn sollte grundsätzlich erhalten bleiben. Die Zusammenarbeit der kooperierenden Lehrer kann verbessert werden, z. B. durch gemeinsame Ausarbeitung der Planungsunterlagen bzw. Projekte oder durch im Stundenplan festgelegte Teamsitzungen, in denen besprochen werden z. B.:
In der Orientierungsphase angebotene Projekte sollten durch Fachlehrer mit projektspezifischen Inhalten in der Vorbereitungs- und Durchführungsphase unterstützt werden, wie z. B. durch Sport, Musik, Kunst und den Naturwissenschaften. Die Einbeziehung externer Fachkräfte, wie z. B. in der Klassenstufe 10 zum Thema „Bewerbungstraining“ erhöht die Effektivität der Orientierungsphase. Die Nutzung von Lernorten außerhalb der Schule ist eine wirkungsvolle und nachhaltige Bereicherung der Orientierungsphase Die Formulierungen der Fragen im Elternfragebogen haben sich als ungünstig erwiesen, da die Eltern ausschließlich aufgrund der Aussagen ihres Kindes die Orientierungsphase reflektieren konnten. Als ungünstig hat sich erwiesen, dass bei dem Lehrerfragebogen die Angabe der Klassenstufe fehlt, so dass nicht erkennbar war, in welcher Klassenstufe der größte Handlungsbedarf hinsichtlich einer Überarbeitung der Orientierungsphase ist. Da die speziellen Projekte der Schule (Produktives Lernen, Coole Schule I und II, ajb - Tagesgruppe und Lerntherapeutische Kleinklasse) nach, von der Regelschule, abweichenden Konzepten in der Orientierungsphase arbeiten, müssen zukünftig die Fragebögen darauf modifiziert werden. In der Auswertung der Lehrerfragebögen wurden aus objektiven Gründen, wie z. B. Krankheit, Schülerfahrt, nicht abgegebene Bögen (18,2 %) als „keine Angaben“ gewertet. Dadurch kam es zu einer unkorrekten Aussage der Lehrermeinung, die nicht das Stimmungsbild der Pädagogen eindeutig wiedergab.
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